Natürliche Methoden

Zur den natürlichen Mitteln der Empfängnisverhütung zählt auch, keinen Sex zu haben (Abstinenz).

Verschiedene Methoden beruhen auf der Beobachtung der Körperfunktionen, also beispielsweise der Rhythmik des Menstruationszyklus, der morgendlichen Körpertemperatur, der Sekretion des Zervixschleimes und des Vorhandenseins bestimmter Hormone im Urin. Diese Verfahren können auch kombiniert werden. Auf diese Art wird versucht zu ermitteln, an welchen Tagen eines Monats es wahrscheinlich ist, dass eine Frau schwanger wird. Sie kann also an den Tagen ihrer größten Fruchtbarkeit den Geschlechtsverkehr vermeiden.

Bei der „Rückzugsmethode” (oder „Coitus Interruptus”) geht es darum, dass der Mann sich vor seinem Orgasmus „zurückzieht” (d.h. den Penis herauszieht), damit sein Sperma nicht in die Vagina gelangt und schließlich die Eizelle erreicht. Allerdings kann bei dieser Methode bereits vor dem Rückzug des Mannes Sperma freigesetzt werden.

Der Pearl-Index ist ein typisches Maß zur Beschreibung der Wirksamkeit von Methoden zur Geburtenkontrolle. Er gibt Ihnen eine Einschätzung, wie viele von 100 Frauen, die ein Jahr lang verhüteten, ungewollt schwanger wurden. Wenn Sie zwei Verhütungsmethoden miteinander vergleichen, steht ein niedrigerer Pearl-Index für eine geringere Wahrscheinlichkeit mit der Anwendung der betreffenden Methode schwanger zu werden. So zeigt der Pearl-Index beispielsweise auch, dass die „natürlichen” Methoden weniger zuverlässig sind als andere Formen der Verhütung, und häufiger zu ungewollten Schwangerschaften führen.