Die Dauer des Menstruationszyklus schwankt üblicherweise zwischen 25 und 35 Tagen. Im Durchschnitt beträgt der Zeitraum vom Beginn des weiblichen Zyklus (dem ersten Tag der Blutung) bis zum Tag vor dem Beginn der nächsten Periode 28 Tage. Er kann generell in zwei Phasen eingeteilt werden: den Zeitraum vor dem Eisprung (das Freisetzen einer Eizelle durch den Eierstock) und den Zeitraum danach.
Hauptsächlich wird der Menstruationszyklus von zwei kleinen Regionen im Gehirn, dem Hypothalamus und der Hypophyse, gesteuert. Diese beeinflussen wiederum die dritte wichtige Region, nämlich die Eierstöcke. Die körpereigenen Hormone und Botenstoffe regulieren den gesamten Zyklus und bewirken Folgendes:
Der Hypothalamus und die Hypophyse produzieren die Hormone, die für die Regulierung des Menstruationszyklus zuständig sind. Sie stellen sicher, dass die Eierstöcke in der ersten Phase des Zyklus Östrogen herstellen. In jedem Monat können unter dem Einfluss des Östrogens mehrere Eier heranreifen, obwohl für gewöhnlich nur eine dieser Eizellen vollständig ausreift. Östrogen bewirkt auch die Verdickung der Gebärmutterschleimhaut, damit sich ein Ei im Falle seiner Befruchtung dort einnisten kann.
Wenn der Eierstock ein ausgereiftes Ei freisetzt, platzt die es umgebende Schutzhülle (Follikel). Der zurückbleibende, nun leere Follikel wird zum Corpus Luteum (auch genannt „Gelbkörper”). Nach 3 bis 4 Tagen beginnt der Gelbkörper das zweite wichtige Geschlechtshormon Progesteron (manchmal auch als das „Schwangerschaftshormon“ bezeichnet) herzustellen.
Wenn das Ei nicht befruchtet wird, schrumpft der Gelbkörper und stellt die Hormonproduktion ein. Dadurch sinkt die Konzentration der Hormone im Blut. Als Folge davon wird die Gebärmutterschleimhaut mit der Menstruationsblutung abgestoßen und ein neuer Zyklus beginnt.