Welches individuelle Risiko habe ich infolge der Einnahme der Pille eine venöse Thrombose zu entwickeln?
Thrombosen sind eine seltene Nebenwirkung von hormonellen kombinierten Kontrazeptiva (zum Beispiel der Pille, des Vaginalrings oder des Pflasters), die Östrogene und Gestagene enthalten:
- Von 10.000 Frauen im gebärfähigen Alter, die zur Verhütung keine Kombinationspille einnehmen, erleiden pro Jahr zwischen 3 und 4,5 eine venöse Thrombose/Thromboembolie[1]
- Von 10.000 Frauen, die die Kombinationspille einnehmen, erleiden pro Jahr 8 bis 10 eine venöse Thrombose/Thromboembolie[1]
- Während einer Schwangerschaft oder in den Wochen nach der Geburt ist das Risiko allerdings noch höher. Einer Studie[2] zufolge erleiden von 10.000 Frauen dieser Gruppe pro Jahr zwischen 20 und 30 eine venöse Thrombose/Thromboembolie.
Da das Thromboserisiko bei jeder Frau anders ist, reden Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt über Ihre individuelle Situation.
[1] Dinger et al., in: Contraception, 2007; 75: 344-354
[2] Heit, in: Annals of Internal Medicine, 2005; 143: 749-750